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ära - Das Magazin für Geschichte
Ausgabe 4
Der Amerikanische Bürgerkrieg
Brüder in Blau und Grau
Vorgeschichte
Das geteilte Haus
Die Vereinigten Staaten von Amerika entwickelten sich unmerklich auseinander. Der Süden belächelte die Wirtschaftskrisen des Nordens. Der Norden entwickelte sich mit eben diesen Krisen weiter. Die Sklaverei blieb vor allem im Süden bestehen – sie wurde zum Scheidungsgrund.
Die feindlichen Brüder
Auf den ersten Blick scheint es, als habe es keine gegensätzlicheren Persönlichkeiten geben können als die Präsidenten von Nord und Süd in der Zeit des Sezessionskrieges. Tatsächlich personifizierten beide in ihrem Auftreten die unterschiedlichen Systeme, die Nordamerika spalteten. Auch ihre Biografien sprachen dafür. Und doch ist das nur eine Teilwahrheit.
Lee und Grant
Die beiden bekanntesten Heerführer dieses Krieges stehen symbolisch für den Krieg selbst: Herkunft aus unterschiedlichen Schichten, Dienst in der Vorkriegsarmee, Kampf für die eigene Sache auf eine jeweils eigene Weise.
Kriegsverlauf
Erste Phase des Krieges – Schlachtruf
Als die kriegerische Auseinandersetzung unausweichbar geworden war, gingen beide Seiten in die Schlacht wie in eine Sommer-frische. Gaffer mit Picknickkörben begleiteten sie. Das erste blutige Aufeinanderprallen am Bull Run im April 1861 führte allen drastisch vor Augen, dass dieser Krieg kein Osterspaziergang war.
Zweite Phase des Krieges – von Bull Run bis zur Schlacht von Gettysburg
Die Ausgangslage des Jahres 1861 sah für den Süden nüchtern betrachtet nicht gerade berauschend aus. Die zahlenmäßige, materielle und auch waffentechnische Überlegenheit der Nordstaaten war offensichtlich. Mit geradezu unglaublichem militärischen Selbstbewusstsein, taktischem Geschick und einem nicht zu geringen Quentchen Kriegsglück gelang es den konföderierten Truppen zunächst, diese Defizite mehr als auszugleichen und den Norden durch eine Reihe harter Schläge ins Wanken zu bringen.
Dritte Phase des Krieges – Die verbrannte Erde
Den Menschen wird nichts bleiben – außer ihren Augen, um zu weinen.“ Ob General William T. Sherman diesen Satz im Angesicht des brennenden Atlanta wirklich gesprochen hat, wie einige Chronisten behaupteten, ist nicht belegt. Er entsprach aber ganz seinen Handlungen.
Schlussphase des Krieges – Verlorene Siege
Je länger der Krieg dauerte, desto mehr machte sich die wirtschaftliche Überlegenheit des Nordens bemerkbar. Der Bewegungskrieg erstarrte im Stellungskrieg. Die Zeit arbeitete nun gegen den Süden.
Begleitendes Kartenmaterial
- Die USA zu Kriegsbeginn 1861
- Der Bürgerkrieg in Zahlen
- Die Feldzüge 1861 bis 1865
- Die Schlacht von Gettysburg 4. 7. 1863
Zeit der Tränen – Rekonstruktion führte nicht zur vollständigen Aussöhnung
Der Begriff „Rekonstruktion“ hat bis heute in den alten Südstaaten einen fauligen Beigeschmack. Eigentlich sollten die Südstaaten wieder in die Gemeinschaft integriert werden. Doch Bevormundung des Südens durch den Norden und wirtschaftliche Kämpfe mit mehr oder minder feinen Methoden verhinderten das Zusammenwachsen.
Einzelthemen
Freischärler des Südens
Der US-Bürgerkrieg war nicht nur durch den Einsatz von Hochtechnologie und dem Massensterben auf den Schlachtfeldern gekennzeichnet. Vielmehr wurde er mitgeprägt durch zahlreiche Kleinkrieg-Aktivitäten und kommandoartige, berittene Raids oft weit im Hinterland des Feindes.
Der Bürgerkrieg auf der See
Wurmstichige Orlogschiffe, schmucke Fregatten – spätestens ab 1861 Bilder einer vergangenen Zeit. Der Amerikanische Bürgerkrieg brachte eiserne Schiffe auf – und unter – das Wasser.
Einwanderer im Bürgerkrieg
200000 Deutsche kämpften im Amerikanischen Bürgerkrieg in den Reihen der Union. Dies waren mehr, als es ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung entsprach. Viele von ihnen hatten nach der gescheiterten Revolution 1848/49 aus ihrer Heimat in die Vereinigten Staaten fliehen müssen. Zu den bekanntesten Emigranten aus Deutschland zählten der Rheinländer Carl Schurz sowie die badischen Revolutionsführer Franz Sigel und Friedrich Hecker.
Wirtschaft im Bürgerkrieg – Der Einsatz der Eisenbahn
Die Eisenbahnlinien im Norden und Süden wurden im Verlauf des Krieges immer wichtiger für die Beförderung und Versorgung der Armeen. Blaue und Graue nutzten sie unterschiedlich wirkungsvoll.
Bewaffnung im Bürgerkrieg – Handfeuerwaffen
Die Infanteriebewaffnung war am Anfang des Krieges recht buntscheckig. Beide Seiten führten viele verschiedene Systeme ein, um den Mangel abzustellen. Einige waren abenteuerlich, andere wegweisend.
Überblicke
Der Bürgerkrieg im Film
Am dramaturgischen Potenzial des Bürgerkrieges konnte die junge Filmindustrie nicht vorbeigehen. Ihre Fiktionen sind jedoch, trotz ihres unterschwellig erhobenen Anspruches auf Authentizität, keine Quellen zum Krieg selbst, sondern liefern nur jene Bilder und Vorstellungen, die sich US-Amerika Generation für Generation von diesem Krieg gemacht hat.
Bürgerkriegs-Reenactment – Gelebte Geschichte für Enthusiasten
Der Bürgerkrieg übt nach wie vor eine große Faszination auf die Nachfahren der Kämpfer aus. In „Reenactments” empfinden Begeisterte Schlachten, aber auch das Alltagsleben der Soldaten nach – jeder so authentisch wie er mag.
Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse
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